Bei Ereignissen mit Personenschäden wird die Rettungsdienstleitstelle je nach dem Ausmaß der Schadenslage, alle zur Verfügung stehenden eigenen Rettungsmittel alarmieren und einsetzen. Foto: A. Zelck / DRK e.V.
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Der Betreuungs-Dienst vom Deutschen Roten Kreuz

Unfälle und Katastrophen sind immer anders.
Menschen können in ganz verschiedenen Situationen Hilfe brauchen.
Wenn Sie bei extremer Kälte sehr lange im Stau stehen.
Oder wenn das Haus brennt.
Oder wenn durch Wasser alles zerstört wird.
Auch Menschen ohne eine Verletzung brauchen dann Hilfe.
Die brauchen einen Schlaf-Platz.
Und etwas zu essen.
Und vielleicht auch neue Kleidung.
In diesen Situationen hilft der Betreuungs-Dienst.

Auf alles vorbereitet

Bei Ereignissen mit Personenschäden wird die Rettungsdienstleitstelle je nach dem Ausmaß der Schadenslage, alle zur Verfügung stehenden eigenen Rettungsmittel alarmieren und einsetzen.
D. Winter / DRK e.V.

Der Betreuungs-Dienst vom Deutschen Roten Kreuz ist gut vorbereitet.
Unsere Helfer leisten in verschiedenen Situationen wichtige Arbeit.
Sie versorgen Menschen mit Essen und Trinken.
Oder sie bauen Schlaf-Plätze auf.
Und Sie stellen Kleidung zur Verfügung.
Natürlich gibt es auch seelische Betreuung.
Das ist nach einer Katastrophe oft sehr wichtig.
Denn die Menschen haben dann viel verloren.
Vielleicht einen geliebten Menschen oder ihr Haus.
Unser Betreuungs-Dienst ist auf alles vorbereitet.

Katastrophen-Einsatz bei einem Wirbel-Sturm

Im Jahr 2007 gab es einen schlimmen Wirbel-Sturm.
Der Sturm mit dem Namen Kyrill.
Durch ihn wurde sehr großer Schaden angerichtet.
Und das Leben wurde für einige Zeit stark eingeschränkt.
Kaum noch Züge sind gefahren.
Und Straßen waren durch Bäume versperrt.
Auch in dieser Situation hat der Betreuungs-Dienst geholfen.
Zum Beispiel in der Stadt Gelsenkirchen.
Dort konnte ein Zug im Sturm nicht mehr weiter fahren.
In dem Zug waren auch Kinder und behinderte Menschen.

Eine Not-Unterkunft wurde zur Verfügung gestellt.
Alle Menschen aus dem Zug kamen schnell in eine Schule.
Hier waren sie sicher.
Und hier wurden sie versorgt.
Mit Essen und Trinken.
Am nächsten Tag war der Sturm vorbei.
Und die Menschen konnten wieder raus und weiter fahren.

Hochwasser-Einsatz des Betreuungsdienstes

Anfang Juni 2013 kommt es in Deutschland und Europa aufgrund starker Regenfälle zu großflächigen Überflutungen durch steigende Pegelstände und brechende Deiche. Tausende Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, DRK und andere Katastrophenschutz-Einheiten sind im Einsatz, um Deiche zu sichern und 45.000 betroffene Menschen zu evakuieren. Besonders schlimm trifft es die Menschen entlang der Elbe. Mitten drin: Die Helfer des DRK-Betreuungsdienstes.

Beispiel Bissendorf: Am Sonntag, den 09. Juni 2013 befinden sich die Helfer des Betreuungsdienstes aus Bissendorf in Stendal (Sachsen-Anhalt), um dort gemeinsam mit weiteren DRK Kräften aus den Kreisverbänden Osnabrück-Land und Hameln in einer Schule Verpflegung und Unterkunftsmöglichkeiten für 700 Einsatzkräfte zu schaffen. Am späten Abend bricht nur wenige Kilometer entfernt ein Deich, wodurch mehrer Ortschaften überflutet werden. Die Bewohner müssen innerhalb weniger Minuten ihr Hab und Gut zurück lassen und sich in Sicherheit bringen. So kommen in der Nacht über 360 Betroffene in der Notunterkunft an und werden dort während der nächsten Wochen vom Betreuungsdienst verpflegt und mit allem ausgestattet, was sie für ihren täglichen Bedarf benötigen, wie z.B. Kleidung, Hygieneartikel und Decken. "Am beeindruckendsten ist die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung", berichtet Stefan Rüsse, der den Einsatzabschnitt Unterkunft leitet, "hier werden so viele Sachspenden abgegeben, dass dafür extra ein Teil der Turnhalle abgetrennt werden musste".